Aktuell

 

 

Vergessene Vorfahren

Auf den Spuren der Franken an der Bergstrasse

 

Der Angriff germanischer Stämme über den Rhein zwischen Worms und Mainz in der Silvesternacht 406/ 407 führte zum Rückzug der Römer aus Gallien. Das Land wird zum postimperialen Raum. Die Steuerung durch eine Zentralmacht fehlt. Ein germanischer Stamm, der bereits unter den Römern als foederati diente, nutzt die Gunst der Stunde zur Machtübernahme und Neuordnung Europas – die Franken.

Durch ausgewählte Exponate beleuchtet die Ausstellung die turbulente Epoche zwischen dem Niedergang des römischen Reiches bis zur Blütezeit des fränkischen Lebens an der Bergstrasse. Dabei liegt der Fokus nicht nur im Lokalen. Herausragende archäologische Funde wie ein spätrömischer Kammhelm und eine Goldgriffspatha aus Worms, reiche Beigaben aus dem merowingischen Gräberfeld in Weinheim, Kleinfunde aus dem Weltkulturerbe Kloster Lorsch sowie das Fragment eines vermutlich karolingischen Königsthrons aus Mainz unterstreichen die Entwicklung der Region und Einordnung zum fränkischen Horizont.

Eine Besonderheit ist die Gesichtsrekonstruktion einer Frau aus dem merowingischen Gräberfeld in Bensheim. die renommierte Frankfurter Gerichtsmedizinerin Frau Dr. Constanze Niess gibt ihr nach 1450 Jahren ihr Antlitz zurück.

Die Ausstellung läuft vom 13. September 2015 bis 24. Januar 2016

 

Vergessene Vorfahren

 

Revolution Jungsteinzeit

 

 

Constanze Niess

Die letzten Eiszeitjäger

Rekonstruktion zweier Späteiszeitlicher Menschen, gefunden in einem Doppelgrab vor 100 Jahren in Bonn Oberkassel. Die Arbeiter in dem Steinbruch wollten eigentlich Schutt wegschaffen, als sie auf fossile Knochen stiessen. Ihr Fund am 12. Februar 1914 im heutigen Bonner Stadtteil Oberkassel erwies sich später als wissenschaftliche Sensation: Noch heute gelten die Skelette aus dem sogenannten Doppelgrab von Oberkassel mit einem vermuteten Alter von etwa 15.000 Jahren als die ältesten bekannten überreste moderner Menschen in Deutschland.

 

Vom Neandertaler in die Gegenwart

Dauerausstellung

Zeitreise durch 300.000 Jahre Kulturgeschichte im Rheinland

Das LVR-LandesMuseum stellt aufgrund seiner herausragenden Sammlung als einziges kulturgeschichtliches Museum im Rheinland die Entwicklung der Region von ihren Anfängen bis zur Gegenwart dar. Den Besucher erwartet in der Dauerausstellung eine erlebnisreiche Zeitreise von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Der weltberühmte orginale Neandertaler (40.000 v.Chr.) ist ebenso zu sehen wie der grösste jungzeitliche Brunnen der Welt. Weitere Highlights sind der Fritzdorfer Goldbecher aus der Bronzezeit, die Pfalzfelder Säule aus keltischer Zeit und der Schatz einer keltischen Fürstin aus Waldalgesheim.

Die Zeit der Römer ist durch eine der besten provinzialrömischen Sammlungen in Deutschland zu entdecken. Höhepunkte aus fränkischer Zeit sind das reiche Grab des Herrn von Morken und die wahrscheinlich beste Sammlung fränkischer Goldscheibenfibeln in Europa. Ins christliche Europa führt der romanische Skulpturenfries aus Gustorf, ein Höhepunkt der Kunst des 12. Jahrhunderts. Landschaftsmalerei von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert bildet einen weiteren Schwerpunkt. Moderne Malerei vom Expressionismus und neuer Sachlichkeit über Informel bis zur aktuellen Kunst der Gegenwart runden das Angebot ab. Die bedeutende Foto- und Grafiksammlung wird mit immer neuen Themenschwerpunkten vorgestellt.

Auf sieben Themenrundgängen präsentiert das LVR-LandesMuseum seine bedeutende Sammlung von der Steinzeit in die Gegenwart.

Kontakt

Dr. med Constanze Niess
Institut für Rechtsmedizin
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Kennedyallee 104
60596 Frankfurt am Main

info@gesichtsrekonstruktion.com